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Prof. GDI

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Samstag, 19. August 2017, 23:18

TEST: Cold Fear (PC - Windows)

Resident Evil ist eine Serie, die mit ihren Höhen und vor allem Tiefen so manchen Fan der Serie nachdenklich werden lässt. Mit Resident Evil 4 wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen und spaltete von da an die Gemeinde für immer. Vorbei waren die Zeiten von mehr oder minder schweren Rätseln, Munitionsknappheit und beklemmender Atmosphäre und willkommen Action. Endgültig vorbei war auch die Zeit von Grusel und Spannung. Aber noch kurz bevor Resident Evil 4 erschien, warf die Firma Darkworks das Spiel Cold Fear auf den Markt, das klar aufzeigt, dass sich Action und Gänsehaut nicht unbedingt im Weg stehen müssen.


Stürmische Zeiten
Während eines Sturms treibt ein russischer Walfangkutter umher, auf den sich amerikanische Spezialeinheiten von einem Hubschrauber aus abseilen. Doch schon kurz danach überschlagen sich die Ereignisse und alle Soldaten werden getötet, indem sie von etwas buchstäblich in der Luft zerrissen werden. Darauf wird die Küstenwache alarmiert, welche in der Nähe patrouilliert und auch diese gerät kurz nach dem Eintreffen ausgelöscht – bis auf einen: Hansen. Und genau diesen steuert man durch das Geschehen und deckt dabei allerhand Ungeheuerliches auf. Das typische Klischee eben.


Wer schaukelt da durch die stürmische See?
An Bord angekommen, muss man sich erst einmal mit komplett panisch agierenden russischen Soldaten auseinandersetzen, welche ebenso panisch auf alles ballern, was sich bewegt.; erst später kommen dann die richtigen Gegner. Kleiner Rat: ballert jedem scheinbar Toten die Rübe vom Hals um eventuell späteren Ereignissen vorbeugend entgegenzuwirken.
Dabei gibt es in der ersten Hälfte eigentlich zwei große Bereiche: das Schiff von außen und von innen. Was eigentlich ganz logisch klingt, hat leider einen etwas weniger logischen Zusammenhang. Durch die aufgepeitschte See schaukelt das Schiff außen stark und auftreffende Wellen können einem einen ersten Schaden zufügen, genauso wie umher schwenkende Hängegerätschaften. Allerdings bekommt man innen so gut wie gar nichts von den hohen Wogen mit, denn Wanken tut hier so gut wie gar nichts. Das ist teils gut, da das Zielen auf Gegner entschieden einfacher ist, allerdings verdirbt es einem leider die unheilvolle Stimmung. Aber fehlende Stimmung ist etwas, worüber man sich am wenigsten Gedanken macht. Die schmalen, verwinkelten Flure, die teils dunklen Ecken und die unheilvollen Umgebungsgeräusche machen einen Großteil der Gruselatmosphäre aus. Die Rätsel allerdings beschränken sich größtenteils auf die einfache Betätigung eines Schalters.


Etwas hakelig
Die Steuerung von Cold Fear zu erklären, ist etwas schwer, denn sie ist eine Mischung aus Panzer-, 3D- und Schulterperspektivsteuerung. Klingt kompliziert? Ist es auch. Und obendrein auch noch etwas verwirrend.
Ist man mit gezogener und zum Zielen bereiter Waffe unterwegs, steuert es sich nicht anders, als viele der gängigen Spiele mit Schulterblick. Vor, zurück, Schritt nach links und rechts und mit der Maus wird gezielt und sich gedreht. Alles ganz gut und schön. Doch ohne gezogene Waffe wechselt die Steuerung nach der Kamera, soll heißen, dass bei folgender Kamera die klassische Panzersteuerung wie aus den klassischen Resident-Evil- und Silent-Hill-Teilen bekannt zum Zuge kommt, während bei starren Kameras direkt gesteuert wird, wie in Metal Gear. Leider wechseln sich oft starre und Folgeperspektiven ab, was darin enden kann, dass man unverhofft wieder in die Richtung geht, aus der man gerade kam. Das ist unnötig und gehört eigentlich nicht zu einem guten Spiel.


Wankender Augenschmaus
Die Grafik ist für ein Spiel aus dem Jahr 2005 wahrlich nicht schlecht. Stimmungsvolle Beleuchtung gepaart mit guten Schatten- und Partikeleffekten runden die ganze Sache ab. Hier etwas schlecht zu finden, kommt der Suche nach der Nadel im Heuhaufen gleich. Zwar sind die Bewegungen aller Figuren etwas steif und wirken wenig ausgereift, doch an der Optik an sich und deren teils lebendige Wirkung ist wahrlich kaum was auszusetzen.


Wankender Ohrenschmaus
Auch die Geräuschkulisse wirkt lebendig. Allerorten nimmt man Unheilvolles wahr und genau das macht es so großartig. Einziger Kritikpunkt ist die teils nervige Musik, die allerdings nur einspielt, wenn Gegner im Raum sind. Ist alle Gefahr gebannt, erlischt diese auch wieder. Musik ist sowieso nicht die große Stärke dieses Spiels, denn sie erinnert mehr an Actiontitel, als an Gruselspiele. Einzig die Titelmelodie kann überzeugen.


Konsolenvrsionen
Cold Fear wurde auch die PS2 und die erste XBox umgesetzt, diese zu empfehlen fällt mir allerdings etwas schwer, denn die Anpeilung der Gegner auf einem Schiff auf aufgepeitschter See ist mit den Joysticks ein etwas schwieriges Unterfangen, da die Präzision der Maus fehlt.


Kopierschutz
Das mit den Kopierschutzmechanismen ist so eine Sache. Auf der einen Seite soll sie funktionieren, auf der anderen sollte sie auf allen Geräten laufen. Leider ist das nicht so gelungen, wie erhofft. Nicht, dass der Schutz nicht wirkt – nein – er macht das Spiel leider bei vielen unbrauchbar. Die Installation läuft zwar durch, doch wenn es darum geht, das Spiel zu Starten, bekommt man die Fehlermeldung, dass man doch gefälligst die Scheibe einlegen sollte. Der Hersteller Ubi Soft hat das erkannt und einen ersten Patch herausgebracht, der allerdings den gesamten Mechanismus lahm legte und das Spiel auch ohne eingelegte Scheibe starten lässt. Mal wieder ein typischer Fall von selbst ins Bein geschossen.


Fassen wir zusammen
Außer der Steuerung, der teilweise etwas unpassenden Musik und die kaum vorhandenen Rätsel gibt es beileibe nichts auszusetzen an diesem Spiel. Cold Fear ist meiner Meinung nach fast so geworden, wie ich mir eigentlich Resident Evil 4 gewünscht hätte. Es besitzt Spannung, Atmosphäre und einen gewissen Gruselfaktor. Allen Interessenten sei geraten, sich die PC-Version zuzulegen, da die Maussteuerung beileibe besser ist, als ein Joypad. Cold Fear ist für alle, die sich etwas außerhalb abgetrampelter Pfade bewegen wollen und denen die stupide Actionballerei allmählich auf die Nerven geht.

Counter:

Hits heute: 339 --- Hits gestern: 861 --- Hits Tagesrekord: 43 671 --- Hits gesamt: 10 885 467 *** Klicks heute: 746 --- Klicks gestern: 1 447 --- Klicks gesamt: 23 513 021 --- Klicks Tagesrekord: 57 701 ***** Gezählt seit: 30. Juli 2010, 21:56----- Alter (in Tagen): 3 056,01 *****
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