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Prof. GDI

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Dienstag, 24. Januar 2017, 23:17

TEST: WipEout (Sony Playstation, Sega Saturn, PC - Windows)

Wenn man über einen Spitzenhersteller europäischer Herkunft spricht, der unmittelbar mit der Sony Playstation verbunden ist, kommt man nicht an einem Namen vorbei: Psygnosis. Die Firma mit der Eule im Logo hatte einen Stand innerhalb der PAL-PS1-Gemeinschaft, wie kaum eine andere. ... gut, vielleicht noch Codemasters, Infogrames oder Ubisoft ... Toptitel, wie Formel 1, G-Police oder Colony Wars verhalfen der Playstation binnen kürzester Zeit, die unangefochtene Nummer-1-Stellung in Europa zu besetzen. Der N64 kam da lange nicht ran; ganz zu schweigen von der Saturn, die hierzulande fast völlig unbeachtet blieb. Wenn wir aber ganz zum Anfang der Playstation in der PAL-Region zurückgehen, springt einem unweigerlich ein Spiel ins Auge: WipEout. Dieser Titel von 1995 verhalf, wie kaum ein anderer, der Playstation zum Erfolg auf dem alten Kontinent. Der Erfolg gab den Entwicklern recht, denn das futuristische Setting, in Verbindung mit harten Techno Beats war am Puls der Zeit. Etwas später wurden auch Versionen für die Sega Saturn und den PC vorgestellt


Eine Mischung aus Mario Kart und F-Zero
So oder so ähnlich lässt sich das ganze Geschehen wohl am besten beschreiben. Denn in nicht allzu ferner Zukunft steht uns Antigravitation bereit, die Reifenfirmen den Angstschweiß auf die Stirn treiben sollte. Die schwebenden Gleiter sausen mit Schubtriebwerken angetrieben über die Kurse dieser Welt. Zur Wahl stehen acht Gleiter aus vier Mannschaften, jeder mit seinen eigenen Stärken und Schwächen. Direkt auf den Stecken befinden sich Markierungen, mit denen man entweder einen Geschwindigkeitsschub oder eine Waffe aufsammeln kann, die teilweise nach dem Zufallsprinzip bereitsteht. Diese sind zahlreich und reichen von Minen über einfache Raketen bis hin zu Desruptoren; auch ein Schild steht zur Verfügung, genauso, wie ein plötzlicher Geschwindigkeitsschub, dessen Einsatz allerdings wohl überlegt sein soll.
Die Strecken sind relativ zahl- und variantenreich und lassen keine noch so unangenehme Überraschung vermissen. Genaue Streckenkenntnis ist also oberstes Gebot, denn in der Meisterschaft hat man nur eine begrenzte Anzahl an Qualifikationsanläufen, die über die Sterne am unteren, rechten Bildrand, unterhalb der Schub- und Geschwindigkeitsanzeige. Jedes Rennen muss Minimum als dritter absolviert werden, um weiterzukommen. Und das kann schwerer sein, als gedacht, denn die Gegner agieren einigermaßen intelligent und stehen einem beim Überholen so richtig schön im Weg.
Weitaus weniger frustend ist allerdings die Menüführung. Alles ist nett und übersichtlich. Auch nette Animationen erfreuen das Auge und helfen, den doch etwas steifen Anblick etwas aufzulockern. Die Einstellmöglichkeiten sind teils vielseitig, teils allerdings etwas weniger ausgereift. Auf der Playstation, wie auf dem PC kann man allerhand steuertechnisch justieren, allerdings gibt es beim Soundmenü nur eine einzige Leiste, die sich von lauten Geräuschen und keine Musik zu volle Musik und keine Geräusche verschieben lässt. Eine getrennte Leiste zu beidem, wäre besser gewesen.


Auf null gesetzt
Die Steuerung geht leicht von der Hand und mit ein wenig Übung ist WipEout voll beherrschbar. Allerdings gibt es eine kleine Eingewöhnung: Gebremst wird nicht über eine einzelne Taste, wie sonst üblich, sondern es gibt getrennte Bremsraketen für links und rechts. In scharfen Kurven ist es außerordentlich notwendig, nicht nur zu lenken, sondern auch die jeweils richtige Bremsrakete zu zünden, um gescheit ums Eck zu zirkeln. Betätigt der Spieler beide gleichzeitig, legt der Gleiter eine Bremsung hin. Auch die Nase des Vehikels lässt sich hoch- und runterneigen. Die teils zahlreichen und teils plötzlichen Steigungen und Gefälle benötigen eine stetige Justierung der Fahrzeugschnauze, um nicht etwa in den Boden zu rammen, was erheblich Geschwindigkeit kostet. Und auch hier kommen wir zu einem kleinen Kritikpunkt: die Begrenzungen links und rechts der Strecke wären an sich kein großes Problem, wenn nicht der Gleiter jedes mal auf null heruntergebremst werden würde, wenn man diese auch nur im Entferntesten streift.


WOOW!
Grafisch ist WipEout ein wahrer Leckerbissen, dessen Herkunft aus dem Jahr 1995 keiner vermutet. Es zählt ganz ohne Zweifel zu den grafisch besten seiner Zeit. Einbrüche der Bildrate sind zu keiner Zeit ein Thema und auch die Vielzahl an Polygonen und Texturen erfreuen das Auge. Allerdings hätte die Weitsicht ein kleinwenig besser ausfallen können, was allerdings dem Suchen nach dem Haar in der Suppe gleichkommt.
Um ganz ehrlich zu sein: die Saturn-Fassung sieht genauso gut aus, wie die der PS1. Allerdings ist die Bildrate bei weitem nicht so hoch, wie beim Konkurrenzprodukt.
Wer damals einen PC mit einer ATi Rage hatte, wurde allerdings noch mit einer höheren Auflösung und Texturweichzeichnung belohnt. Allerdings war das mit Problemen behaftet, die ich weiter unten besprechen werde.


UFTS-UFTS-UFTS!
Techno ist so eine Sache. Der eine liebt es, ich HASSE es! Stupide Dauerbassbeschallung, die sich gefühlte vier Stunden nicht verändert und zwischendrin ruhige Passagen bereithält, damit Raver genug Zeit haben, sich diese bunten Pillchen einzuschmeißen. Und jedes Stück klingt gleich! ... aber es passt hervorragend zur futuristischen Stimmung des Spiels, da beißt die Maus keinen Faden ab. Auch sonst passt alles, was auch für die Stimme in der Kanzel gilt, die den Spieler vor mögliche Gefahren hinweist. Allerdings sind die Triebwerke des Gleiters etwas leise.
Ein netter Bonus sind die Lieder, die direkt als CD-Audio abgelegt wurden und auch auf jedem beliebigen CD-Spieler immer wieder anhörbar sind.


CIF
Was ist CIF? Kenner der frühen 3D-Szene auf dem PC kennen noch das Problem, dass eigentlich jeder Grafikkartenhersteller seinen 3D-Versionen firmeneigene Programmschnittstellen spendierte. Rendition hatte RRedline (das ist kein Schreibfehler, sondern wird tatsächlich mit zwei großen Rs am Anfang geschrieben) NEC/Videologic hatte Power, 3dfx das allseits berühmte Glide und ATi hatte CIF – was immer das auch heißen mag. Und damals war es üblich, dass verschiedene Spiele auch nur einen exklusiven 3D-Beschleuniger unterstützten. WipEout ist da leider keine Ausnahme. Allerdings haben die Entwickler oder ATi selbst einen Fehler gemacht, denn obwohl es für die ATi 3D Rage geschrieben wurde, kommt es bei einer Auflösung von 512x384 und eingeschalteter Texturweichzeichnung zu extremsten Bildrateneinbrüchen und WipEout wird unspielbar. Etwas besser wird es mit der ATi Rage II und wirklich tolle Ergebnisse mit vollen 640x480 Pixeln erzielt man mit der ATi Rage Pro Turbo AGP, wie in meinem Fall, was sicherlich auch am Pentium II 450 und den 128 MB SD-RAM liegt, was den Rechner auf den Stand von Ende 1999 hievt. Leider ist der CIF-Modus auf der späteren ATi Rage 128 und der Radeon nicht mehr vorhanden und man muss mit dem Softwaremodus und einer mickrigen Auflösung von 320x240 vorlieb nehmen. Leider gibt es zu WipEout keinen Patch und auch der experimentelle CIF-Wrapper von Tuxality ist noch weit davon entfernt, einigermaßen einsetzbar zu sein.


Fassen wir zusammen
WipEout gehört heute noch zu einem meiner absoluten Lieblingsspiele der frühesten PS1-Zeit und darf eigentlich in keiner Sammlung fehlen. Zwar sind die Nachfolger um einiges besser, allerdings vervollständigt erst der erste Teil die Sammlung richtig. Das gleiche gilt auch für die Sega-Saturn-Version, auch wenn diese lange nicht so flüssig läuft. Auf dem PC ist es allerdings ein etwas zweischneidiges Schwert, denn erstens braucht man die richtige Grafikkarte, was damals so einige aufregte, denn OpenGL war schon lange auf vielen Systemen damals Standard. Aber dafür sieht es am besten aus, wenn alles passt. Für mich allerdings ist und bleibt die Playstation-Fassung die erste Wahl, denn die stabile Bildrate, ausgezeichnete Grafik, der tolle Sound und die etwas fordernde Steuerung machen dieses Spiel zu einem Hit.


Meine Wertung:
PS1: sammelnswert
SAT: gar nicht schlecht
PC: nur mit Vorsicht und CIF zu genießen



© 2017, by Doktor Hachi Roku

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Prof. GDI« (25. Januar 2017, 03:24) aus folgendem Grund: falscher Text


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